Die Wurzeln des Autohauses Motor Lichtenstein befanden sich in zwei Orten.

Walter Pester eröffnete 1928 in St. Egidien in der Thurmer Straße eine eigene Werkstatt. Er hatte in den Wandererwerken Chemnitz die Befähigung dazu erlangt. In St. Egidien wurden Lkws, Pkws, Fahrräder, Motorräder und sonstige Geräte für die Bewohner in der Umgebung repariert und eine Tankstelle mit zwei Zapfsäulen betrieben.

Der Sohn Max Pester legte 1956 die Meisterprüfung ab und übernahm mit seiner Frau den elterlichen Betrieb. Die jungen Betriebsinhaber hatten durch fehlende staatliche Unterstützung, begrenzte Kreditvergabe, schlechte Straßenverhältnisse und mangelhafte Ersatzteilversorgung viele Herausforderungen zu meistern.

Eine Möglichkeit für den weiteren Weg sahen sie in dem Anschluss an eine bestehende Produktionsgenossenschaft des Handwerks. So setzte man sich mit den Inhabern des Kfz-Betrieb Dörffeldt in der Chemnitzer Straße in Lichtenstein zusammen (Bestand seit 1927).

Beide Betriebe gründeten am 1.4.1959 die PGH „Motor“ Lichtenstein mit 2 Meistern, 6 Facharbeitern und 4 Lehrlingen. Max Pester wurde als Vorsitzender gewählt. Mit 25 Jahren war er der jüngste Vorsitzende einer PGH im Kreis Hohenstein-Ernstthal. Ein Vorstand und die Mitgliederversammlung waren Beschlussträger. Eingebracht wurden die Werkstatt-Verträge mit dem tschechischen Motorradhersteller Jawa, dem VEB Simson-Suhl, dem MZ-Zschopau und Pkw Skoda.

1963 siedelte der Betriebsteil St. Egidien nach Lichtenstein in die Äußere Zwickauer Str. 16 um. Den JAWA-Vertrag übernahm die Werkstatt in der Chemnitzer Straße. In St. Egidien verblieb das Ersatzteillager. Die Zahl der Mitglieder und auszubildenden Lehrlinge hatte sich auf 23 vergrößert.

1964: Die in Lichtenstein vorhandene Minol-Tankstelle nahm den Benzinverkauf wieder auf. Neue Tankbehälter wurden eingebaut.

Der Abschluss des VTA-Gabelstapler-Vertrages in der Chemnitzer Straße und Pkw Trabant in der Zwickauer Straße folgte.

1974: Abschluss des Pkw Dacia Vertrages. Die Ersatzteilversorgung verschlechterte sich zusehends. Nur Eigeninitiative konnte die Situation verbessern. Viele Ersatzteile wurden regeneriert und zum Teil selbst gefertigt.

1977-1981: Erweiterung und Modernisierung des Betriebes durch Baumaßnahmen.

1980: Einrichtung des Reifendienstes an der Tankstelle.

1982: Zentralisierung der PGH in der Äußeren Zwickauer Straße und Verlegung des Betriebsteiles Chemnitzer Straße mit dem VTA-Gabelstaplervertrag.

Kulturelle Vorhaben wie Jahreshauptversammlungen, Weihnachtsfeiern und Ausfahrten ins In- und Ausland schweißten die Mitarbeiter zusammen.

1988: Inbetriebnahme der Abteilung Karosserieinstandsetzung und Kfz-Elektrik.

1989: Umwandlung der PGH in eine GmbH mit nunmehr 72 Beschäftigten. Die Mitgliederversammlung wählte die neue Geschäftsführung: Max Pester (ehemals Vorsitzender) und Rolf Ruß (Buchhalter). Ablösung der Werksverträge Pkw Dacia und Skoda durch Verträge mit Volkswagen und Audi. Im Zuge der Weiterführung des Gabelstaplervertrages schloss die GmbH einen Vertrag mit der Firma Still ab. VEB Minol schied aus. Bau einer größeren und moderneren Tankstelle mit AGIP.

Ungeheuere Anstrengungen mussten unternommen werden um den Anforderungen der neuen Zeit gerecht zu werden.

1993: Der Geschäftsführer Rolf Ruß geht in den Ruhestand.

1994: Der Geschäftsführer Max Pester geht in den Ruhestand.

Neue Geschäftsführer werden Reiner Voigt und Jörg Müller.

2002: Abschluss des Servicevertrages mit Skoda.

2008: Max Pester wird durch die Handwerkskammer Chemnitz mit dem goldenen Meisterbrief im Kfz-Handwerk ausgezeichnet.

2008: Verleihung des Titels „Unfall Spezialist“ von Volkswagen.

An dieser Stelle möchten wir uns gern bei Familie Pester für die hilfreichen Fotos und Informationen bedanken.